KERAMISCHES ATELIER – Claudia Henkel

Ich dekoriere hauchdünn ausgewalzte Porzellanplatten, indem ich bestickte Stoffe, Spitzen oder Gardinenstoffe einpräge. Die so dekorierten Porzellanplatten baue ich zu Bechern, Tassen, Schalen, Schüsseln, Suppenschalen, Lampen, Krügen und Jardinieren. Der Zufall darf bewusst mitgestalten. So entstehen neue Anordnungen, die mein ordnendes Bewusstsein so nie ausführen würde. Die gebauten Arbeiten sind nie exakt und symmetrisch. Die Ränder sind nicht gerade geschnitten, bleiben meist geschwungen.

Auch Teller, Platten und Etageren sind nie exakt rund, oval oder eckig. Jedes Stück ein Einzelstück, erzählt es die Geschichte seiner Entstehung.

Porzellanweiss und Seladongrün sind die zwei von mir bevorzugten Glasurfarben für die Gefäße. Sie werden kontrastreich mit schwarzen Tellern kombiniert.

Das Geschirr ist von elfenhafter Anmutung. Hauchzart, durchscheinend, ätherisch. Es scheint aus einer vergangenen Zeit zu stammen und ist dennoch neuartig.

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